Klingebiel

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Ursprung des Namens

Klinckebyl - „Laß das Beil klingen!“ (Albert Heintze, „Die deutschen Familien-Namen, geschichtlich, geographisch, sprachlich“, 1882, 7. Aufl. 1933, S. 196).

In einer Urkunde von 1390 werden 3 Brüder Klingebiel (Friedrich, Ewald + ?) aus Bilshausen erwähnt, die Land in Böseckendorf erworben haben. Sie gehören damit zu den ältesten bodenständigen Bauernfamilien des Ortes Böseckendorf.

Im ältesten überlieferten Kirchenbuch von Böseckendorf von 1625 werden diverse Familien Klingebiel als erste genannt.

Nach diesen frühen Zeugnissen gibt es spätestens ab dem 17. Jahrhundert zahlreiche Namenserwähnungen aus vielen Orten. Schwerpunkte sind neben Böseckendorf in Ferna, Breitenworbis und Kirchworbis zu finden. Heute finden sich aber in fast jedem Ort des Eichsfelds Träger des Namens Klingebiel; der Name ist im Eichsfeld sehr weit verbreitet.

In Deutschland gibt es stärkste Häufung von Klingebiels im Eichsfeld, daneben gibt es den Namen neben angrenzenden Gebieten (Göttingen, Harz, Hildesheim, Hannover sowie Peine und Celle) auch nennenswert häufig in Berlin und Bremen. Andere Verbreitungsgebiete finden sich im Rheinland sowie in Bayern. Historisch fanden sich zahlreiche Klingebiels auch in Oberschlesien und Pommern.

Berufe

Klingebiels finden sich häufig in folgenden Berufsgruppen:

  • Landwirte
  • Müller
  • Lehrer
  • Pfarrer
  • Ärzte

Wappen

Angebliches Wappen des bürgerlichen Geschlechts Klingebiel

„Ein Hochkreuz, an welches rechts ein Stab links-, links zwei Stäbe rechtsschräg angesetzt sind“ (aus: Seyler u.a., „Die Wappen bürgerlicher Geschlechter Deutschlands und der Schweiz, Teil III“, Repr. Neustadt 1972)

Bekannte(re) Namensträger

  • Augustein Clinckbeil, 1451 Domdekan zu Görlitz
  • Hans Klingebiel, 1463 Rechtslehrer in Kassel
  • Jean Klingebiel (05.05.1892 - 16.04.1917, Essayist und Dichter, - namentlich am Pantheon in Paris verewigt)
  • Frank Klingebiel (geb. 09.06.1964, seit Nov. 2006 für die CDU Bürgermeister von Salzgitter)
  • Thomas Klingebiel (geb. 1955, Historiker in Göttingen)


Zufallsfunde

  • 1569 Martin Klingebiel, Waldförster und Schultheissen zu Beskendorf (Besekendorf -> Böseckendorf) vermißt den „Forstort Mosedorf“ (zusammen mit dem Hofmeister Liborius Thonhose).
  • 30. September 1652 Sebastian Klingebiel in Böseckendorf geboren
  • Cort Klingebil wurde als Höriger in einer Urkunde vom 14.12.1409 einer Hälfte des Hardenbergschen Besitzes zugeteilt


forschende Personen

  • Lutz Klingebiel, Erfurt

Quellen und Weblinks

  • Namensverteilung [1] (auf www.verwandt.de)